EMDR-basierte Schmerztherapie

Mit der EMDR-basierten Schmerztherapie lassen sich chronische Schmerzen effektiv behandeln. Ursprünglich wurde die EMDR-Therapie für die Verarbeitung von emotionalem Stress nach psychischer Traumatisierung entwickelt. Mit der EMDR-Therapie können dysfunktional gespeicherte Gedächtnisinhalte, wie z.B. im Schmerzgedächtnis oder Traumagedächtnis mit den dazu belastenden Erinnerungen neu prozessiert, desensibilisiert sowie neu assoziiert und heilsam integriert werden.

 

Die EMDR-basierte Schmerztherapie wird immer mehr zur Behandlung von chronischen Schmerzen eingesetzt, weil die EMDR-Therapie bereits international anerkannt und eine der effektivsten Methoden zur Behandlung von Traumafolgestörungen und den damit einhergehenden emotionalen Belastungen ist.

 

Inzwischen konnte durch die neuen Erkenntnisse der Hirnforschung gezeigt werden, daß psychische Traumata und körperliche Schmerzen auf neurologischer Ebene viele Gemeinsamkeiten haben, denn das Gehirn nimmt seelischen Schmerz genauso wahr wie körperlichen Schmerz und verarbeitet beide in denselben Hirnarealen.

 

Chronische Schmerzen können einerseits eine Traumafolgestörung sein, anderseits können chronische Schmerzen nach Unfällen, Verletzungen, Erkrankungen und Operationen entstehen und selbst als traumatisches Ereignis wahrgenommen werden und in der Folge dann auch traumatisch erinnert werden, genauso wie der seelische Schmerz nach traumatischen Erlebnissen erinnert werden kann.

 

Durch unverarbeitete Traumata entsteht über die Zeit ein sogenanntes Traumagedächtnis und ebenso bilden andauernde Schmerzen ein Schmerzgedächtnis aus. Das Schmerzgedächtnis und das Traumagedächtnis arbeiten beide dysfunktional, denn sie sind nicht direkt steuerbar und können sehr schnell durch verschiedene Faktoren getriggert werden, dieses führt meistens dazu, daß Trauma-und Schmerzpatienten sich gestresst, hilflos und ängstlich fühlen und ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten bzgl. traumassoziierter oder schmerzassoziierter Reize zeigen. Handlungen, Gedanken, Gespräche und Gefühle, die mit dem Trauma oder Schmerz verbunden sind, werden somit gemieden.

 

Angst und Stress haben einen besonders starken Einfluss auf die Schmerzverarbeitung, denn sie verstärken die Gedanken-und Verhaltensmuster, die zur Aufrechterhaltung chronischer Schmerzzustände beitragen, deshalb sind chronische Schmerzstörungen oft eine Traumafolgestörung, weil psychisch Traumatisierte auch häufg eine Angststörung entwickeln, wodurch dann die normale Schmerzverarbeitung gestört wird.

 

Mittlerweile konnte gezeigt werden, daß die EMDR-basierte Schmerztherapie bei chronischen Schmerzpatienten mit unterschiedlichen Schmerzsyndromen einen direkten Einfluss auf die Schmerzwahrnehmung hat und man diesen Effekt auf die zentrale Informationsverarbeitung im EMDR-Prozess zurückführt.

 

Die EMDR-basierte Schmerztherapie ist im Ablauf ähnlich wie das standardisierte EMDR-Protokoll, aber es werden hier zusätzlich spezielle imaginative Techniken und andere nicht spezifische EMDR-Elemente eingesetzt, ausserdem kann direkt auf den Schmerz fokussiert werden, wenn keine Traumafolgestörung vorliegt, hierdurch können Schmerzwahrnehmung und Schmerzverarbeitung regulierend beeinflusst werden.

 

Folgende Schmerzsyndrome können u.a. mit der EMDR-basierten Schmerztherapie behandelt werden:

Chronische Kopfschmerzen, Fibromylagie, Osteoarthose, andauernde Schmerzen nach Operationen, Rückenschmerzen etc.

 

 

 

 

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