TSY Trauma-Sensitives-Yoga

TSY Trauma- Sensitives-Yoga ist eine modifizierte Form des Yoga-Übens, die in klinischen Studien erprobt ist und sich aus Yoga Haltungen, Atemschulung und Achtsamkeitsschulung zusammensetzt. TSY kann im Sitzen, Liegen und Stehen geübt werden und bietet damit jedem Patienten die Möglichkeit diese Form des Yogas auszuführen. Die gezielte Arbeit mit dem Körper beim TSY Trauma- Sensitivem- Yoga wirkt positiv auf die Regionen des Gehirns, die Traumafolgen hervorrufen.

Traumatisierungen entstehen durch physische und psychische Gewalt, sexuellen Missbrauch, sowie durch ausserordentlich bedrohliche Ereignisse oder Erlebnisse, die bei jedem Menschen extreme Hilflosigkeit und Verzweifelung auslösen würden.

 

Traumatisierungen können aber auch im Säuglings-und Kleinkindalter durch die nahsten Bezugspersonen innerhalb der Familie entstehen, man spricht hier von Entwicklungstrauma, wenn die körperlichen und psychischen Bedürfnisse des Kindes nicht genügend durch die,  Bezugspersonen beantwortet werden. Wird das Kind von den Bezugspersonen kontinuierlich abgelehnt, igoniert, missachtet, verachtet, gedemütigt, vernachlässigt, überfordert und entwertet, können die daraus resultierenden Schädigungen, eine Störung in der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes bewirken. Das Kind kann dann keine sichere Bindung zu den Bezugspersonen aufbauen, sondern erlebt die Bindung als unsicher, was eine dauerhaft erhöhte Stressanwort im Kind erzeugt.

 

Beide Formen der Traumatisierung hinterlassen im Körper Erinnerungen, welche durch innerere (Gefühlszustände wie z.B. Überforderung / Stress / Verloren- und Verlassensein u.a.) und äussere Trigger verstärkt bemerkt werden können. Diese Körpererinnerungen sind somatische Folgen, die sich auf die Körperhaltung, Körperbewegung, Körperempfindungen, Körperreaktionen und Atmung auswirken. Hierzu zählen z.B. Beunruhigung, Nervosität, körperliche Taubheitsempfindungen, Lähmungsgefühl, Gefühl von Getrenntsein im Körper, diverse psychosomatische Körperreaktionen wie Schwindel, Übelkeit, Reizdarm, Schwitzen, Stimmstörungen, Schluckstörungen, Tinnitus, muskuläre Verspannungen. Jedes Trauma ist folglich auch eine Geschichte des Körpers. Zusammenfassend kann man sagen, dass eine traumatische Situation den Menschen in seinem ganzen Wesen erschüttert - in seinen Gedanken, Gefühlen und Körperreaktionen, um mit den quälenden Empfindungen der Traumatisierung umgehen zu können, entwickeln die Patienten körperliche Reaktionsmuster, dazu zählen veränderte Atemgewohnheiten und Haltungs- und Bewegungstendenzen, es entstehen so individuelle Körperprogramme, die oft erheblich dazubeitragen, dass Emotionen und Gedanken in einem Teufelskreis aufrechterhalten werden.

 

Ziel des TSY ist, dass im Körper festgehaltene Trauma und die damit verbunden Körperprogramme sanft zu lösen, indem den Patienten zunächst ungewohnte Haltungs- und Bewegungsmuster vertraut gemacht werden. Gelingt die Lösung dieser, kann das körperliche Reaktionmuster verändert werden, was dann widerrum eine Veränderung im Empfinden und Denken bewirkt. Das achtsame Beobachten der Körperreaktionen steht im Vordergrund des Übens, so können die Patienten alle somatischen Empfindungen wie Dehnungsgefühle, Anstrengung, Taubheit, Zeichen von Arousal  wie einen erhöhten Puls oder eine veränderte Atemfrequenz wahrnehmen. Dadurch wird die Körperwahrnehmung geschult und dieses hilft den Patienten ihre Affektregulation und Implussteuerung zu verbessern. Hierdurch können die Patienten ihren Körper wieder als sicherer und kraftvoller erleben.

 

TSY hat einen regulierenden Einfluss auf das vegetative Nervensystem, dadurch können die beobachteten Körperreaktionen beruhigt werden. In meiner Praxis kann TSY in die laufende Therapie mit eingebunden werden und bildet dann oft eine wertvolle Ressource für den gesamten Therapieprozess.

 

 

 

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